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Katakis (Denarius)
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Das Spiel
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Auf dem fernen Planeten Katakis wurden vor langer Zeit die ersten genetischen 
Maschinen entwickelt. Zunchst verrichteten diese ordnungsgem die ihnen 
aufgetragenen Arbeiten, mit der Zeit wurden sie jedoch immer mchtiger und 
bernahmen schlielich die Herrschaft. Die gepeinigten Katakianer griffen nach 
langem Zgern zum letzten Mittel, der Atombombe. Die Oberflche des Planeten 
wurde zerstrt, freies Leben unmglich. Die berlebenden errichteten 
unterirdische Stdte, whrend sich an der Oberflche die Maschinen, durch das 
nukleare Feuer zu grauenvollen, biomechanischen Lebensformen mutiert, aus der 
Asche erhoben. Ihre Rache an allem Lebendigen wurde frchterlich. Jahrzehnte 
spter, die Mutanten haben inzwischen eine Basis in sicherer Entfernung vom 
Planeten errichtet, konstruieren findige Wissenschaftler den Eaglefighter DS-
H75. Aufgabe des Spielers ist es, mit Hilfe dieses Raumgleiters die Basis der 
Aliens zu zerstren. Auf seinem Weg mu er dabei zwlf Levels voller Gefahren 
berstehen, um schlielich ins Zentrum des Grauens vorzustoen.

Musik und Grafik von Katakis sind exzellent gelungen. Einige Grafiksequenzen 
sowie die Rahmenhandlung sind an die Kinofilme Alien beziehungsweise 
Terminator angelehnt. Der Einflu des Schweizer Airbrush-Knstlers H. R. Giger 
ist deutlich zu erkennen. Alle Achtung!

 
Die Hlle lebt!
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Sie glauben, starke Nerven zu besitzen? Lassen Sie sich eines Besseren belehren: 
Katakis fhrt Sie in eine neue Dimension des Grauens. Biomechanische Aliens, 
mutierte Killermaschinen und zwlf schier unlsbare Levels lassen Ihre 
schlimmsten Alptrume wahr werden ...

 
Katakis  der Renner von Rainbow Arts
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Ich habe es geahnt: Einmal Longplay  immer Longplay! So sitze ich also auch 
diesmal wieder, alle guten Vorstze ber den Haufen werfend, vor meinem C 64 und 
harre der Qualen, die da kommen mgen (...  mu ich ja nicht gleich jedem auf 
die Nase binden, da ich mich um diesen Artikel geradezu gerissen habe ...). In 
der Hand halte ich Katakis, ein Spiel, in dem die schlimmsten Phantasien zur 
Realitt werden. Schon die Verpackung der Diskette verheit einiges an 
Nervenkitzel: Zwei riesige Aliens grinsen in bester H. R. Giger-Manier 
(Airbrush-Knstler, der u. a. die biomechanischen Monster der beiden Alien-
Filme entworfen hat) einem flchtenden Raumgleiter hinterher. Das Titelbild des 
Spiels wirkt eher schlicht: Es beschrnkt sich auf ein Men und die High Score-
Tabelle. Die Musik hingegen ist hervorragend. Ich drcke <F1>, da ich leider 
niemanden berreden konnte, mit mir im Team zu spielen (sie haben halt alle 
leicht schwache Nerven, die werten Kollegen), und schon bin ich in Area 1, dem 
ersten Level. Zwei Feuerblle zaubern einen blau schimmernden DS-H75 
Eaglefighter auf den Bildschirm, der sich sogleich nach rechts bewegt. Kurze 
zeit spter kommen mir die ersten Gegner in Form pulsierender Ypsilons entgegen. 
Diese schiee ich ab. Die Meteoriten, auf die ich als nchstes stoe, lassen 
sich von meinen Lasern jedoch nicht beeindrucken. Hier hilft nur Ausweichen. Im 
Gewhl der Ypsilons und Meteoriten ersphe ich dann eine Art Raumcontainer, den 
ich ebenfalls abschiee. Er explodiert und hinterlt einen blauen Geega-
Kristall. Mit diesem kollidiere ich (eher aus Versehen als absichtlich), und 
schon nhert sich vom linken Bildrand her ein Celest-Satellit, der an meinen 
Fighter andockt. Wie ntzlich dieses kleine und vor allem absolut unzerstrbare 
Teil ist, stelle ich wenig spter fest, als mich nmlich wild umherschwirrende 
Meteoritensplitter von allen Seiten attackieren: Sie zerschellen, genau wie alle 
anderen Gegner brigens auch, an dem Satelliten!

 
Genetische Maschinen
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Ich kmpfe mich weiter durch den immer dichter werdenden Meteoritenteppich und 
mache mir noch einen roten Kristall zu eigen, der mir einen etwas greren 
Zykon-Satelliten und strkere Schukraft (sogenannte Power-Moai) verleiht. 
Dann pltzlich knallt es aus heiterem Himmel, und mein DS-H75 explodiert nach 
allen Regeln der Kunst. Das war zwar eben die schnste (und zugleich 
rtselhafteste) Detonation, die ich je in einem C 64-Spiel gesehen habe  an der 
Tatsache, da ich bereits den zweiten von insgesamt nur drei Fightern in Betrieb 
nehmen mu, ndert dies jedoch leider herzlich wenig ... Beim zweiten Anlauf 
erkenne ich dann den beltter: Inmitten einer Kraterlandschaft ist ein kleiner 
Raketenwerfer montiert, der frhlich durch die Gegend ballert. Ich zerlege ihn, 
zwei seiner Artgenossen und eine Unmenge pulsierender Ypsilons und stehe dann 
vor der grten Herausforderung dieses Levels: Einer berdimensionalen 
genetischen Maschine, die wie wild auf mich einschiet.

Ich wehre mich, so gut es eben gehen mag, mu aber feststellen, da sich dieses 
biomechanische Etwas von meinen Geschossen anscheinend nicht im mindesten aus 
der Ruhe bringen lt. Im Gegenteil: Es rckt mir immer dichter auf den Leib, 
bis mein Fighter schlielich an ihm zerschellt. That's life ... Aber auch hier 
zeigt sich die (noch existierende) berlegenheit des Menschen ber die Technik  
allerdings erst nach einigen schmerzlichen Fehlversuchen. Das edle High Tech-
Monster hat nmlich einen entscheidenden Schwachpunkt: Trifft man es mehrmals an 
seinem oberen Ende, so blitzt es kurz auf und wird nach einiger Zeit von 
gigantischen Explosionen geschttelt und letztlich zerfetzt. Yep! Area 2, ich 
komme ... Eine grn schillernde High Tech-Landschaft, zweibeinige 
Killermaschinen und eine Unmenge feindlicher Raumschiffe, das ist der Anfang von 
Level 2. Ich werde sofort von allen Seiten angegriffen, schlage mich zunchst 
auch recht gut, bis ich auf eine Reihe grner Angreifer stoe. Diese ziehen zwar 
zunchst friedlich ber mich hinweg, ndern dann jedoch pltzlich die Richtung 
und fallen mir in den Rcken. Was soll man nun dazu sagen? Nur gut, da ich zu 
Beginn dieses Levels einen Bonus-Fighter bekommen habe ... Ich mache mich also 
wieder daran, mglichst viele Geega-Kristalle einzusammeln und gelange 
schlielich in einen Raum, in dem mehre blaue Ungetme trge vor sich hin dsen.

Hier rume ich mit meinem neu erworbenen Geega-Satelliten krftig ab, sammle 
dabei noch verschiedene bunte Kugeln ein und stehe schlielich vor einer Art 
sechsbeinigem Helm mit Krebsschere und dem Schdel eines Nashorns, der nach 
gewohnt fieser Manier auf mich losgeht. Ich habe jedoch aus Level 1 gelernt und 
suche fieberhaft nach der verwundbaren Stelle der Killermaschine. Hab ich's doch 
geahnt! Schiet man ihr direkt ins Maul, so gibt sie nach wenigen Treffern klein 
bei. Level 3 lt sich recht ruhig an. Die roten Jets, die immer abdrehen, bevor 
sie mich erreicht haben, lassen sich recht einfach abschieen, und auch der 
Raumcontainer stellt kein Problem dar. Ich will mich gerade ber einen weiteren 
Geega-Kristall freuen, als mich wieder eine dieser urpltzlichen und absolut 
unerklrlichen Explosionen zerreit. In Bruchteilen einer Sekunde, bevor ich 
auch meinen letzten Fighter bei einer Kollision verliere, mu ich feststellen, 
da die Angreifer in diesem Level nicht nur von rechts, sondern auch von links 
kommen. Aha, daher die Explosion. Ich kmpfe mich also wieder durch die ersten 
beiden Areas, gelange nach einiger Zeit in Level 3 und stoe hier ohne grere 
Probleme (ich halte mich immer in der Mitte des Bildschirms, um auch 
rckwrtigen Angreifern ausweichen zu knnen) bis zu einer Stelle vor, an der 
zwei Aufzge den Weg blockieren.

Diese schiee ich mit zwei Powerbeams ab und entscheide mich dann, nachdem ich 
drei grauen Monstern ausgewichen bin, die wieder einmal von hinten angreifen 
wollten, an einer Weggabelung fr die obere Alternative. Ich schiee, ballere 
und beame mir den Weg frei, berwinde zwei im letzten Moment zum Angriff 
bergehende Barrieren und stehe zu guter Letzt am Ende der Area. Von rechts 
nhert sich, begleitet von gespenstischer Musik, ein dsengetriebener Fischkopf, 
der nach Luft schnappend auf mich losgeht. Seine Schwachstelle ist recht schnell 
entdeckt: Schsse, die ihn ins geffnete Maul treffen, gelangen bis direkt ins 
Gehirn und legen ihn daher recht schnell lahm! Bevor er den Weg jedoch frei 
macht, registriere ich eine Berhrung auf meiner linken Schulter. Ich spre, wie 
sich die biomechanischen Kiefer des Fisches um meinen Hals schlieen und drehe 
mich geistesgegenwrtig um: Hinter mir steht der Kollege Pfliegensdrfer und 
fragt mit breitem Grinsen: Na, Alter, kommst' mit Essen?. Hin- und hergerissen 
zwischen Spiel und Realitt kann ich nur stammeln: Nein, h ich ..., Katakis, 
h ..., Fisch ..., verdammt!. Ein Blick auf den Bildschirm besttigt meine 
Vermutung: Mein mechanischer Gegner hat mir soeben den Garaus gemacht! Danke, 
Peter ... Nach schier endlosen zwanzig Minuten habe ich es dann glcklich doch 
geschafft, mein Fighter erscheint in einem engen Gang am Anfang von Area 4. Ich 
verlasse diesen und stoe auf eine Gruppe trger, grner Wesen, die eine 
frappierende hnlichkeit mit Computerviren aufweisen.

 
Von ICs und LEDs gejagt
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Und richtig, kaum habe ich sie eliminiert, mu ich feststellen, da ich mich 
inmitten eines gigantischen Computers befinde. Links und rechts nichts als 
Platinen, ICs, LEDs, Widerstnde und Transistoren. Diese Elemente scheinen 
allerdings nach einem recht neuartigen Prinzip gesockelt zu sein, denn es kann 
durchaus vorkommen, da sie sich aus ihrer Verankerung lsen und einen mit einem 
gehrigen Satz anspringen. Ich schiee, was das Zeug hlt, zerstre schweren 
Herzens den einen oder anderen 80486-Prozessor (die Teile sind hllisch teuer) 
und gelange schlielich ans Ende des Levels. Ein groer, leerer Raum ohne 
biomechanischen Wchter? Weit gefehlt! Mein Gegner kommt nach kurzer Zeit in 
Form eines gigantischen Raumgleiters ins Bild geschossen  allerdings leider von 
links, so da ich nur noch die effektreiche Explosion meines DS-H75 beobachten 
kann.

Aus Schaden wird man klug, also versuche ich es gleich noch einmal und verziehe 
mich gegen Ende der Area an den oberen Bildrand. Der Raumgleiter entert die 
Szene und versetzt mir gleich den nchsten Schock: Er denkt gar nicht daran, 
sich ruhig zu verhalten, um mir Gelegenheit zu geben, seinen Schwachpunkt zu 
suchen. Er dst wie wild durch den Raum, schiet in alle Himmelsrichtungen und 
putzt mich gnadenlos vom Bildschirm. Okay, okay, ich bin ganz ruhig! Ich rege 
mich nicht im geringsten auf und beginne freudestrahlend (grrrr ...) noch einmal 
in Level Nummer 1. Nach zhem Kampf endlich wieder in Level 4 angelangt, schaffe 
ich es tatschlich, meinen Gegner unschdlich zu machen (Tip: Man mu stndig in 
Bewegung bleiben und sich mglichst immer genau ber dem Raumschiff aufhalten) 
und betrete Area 5. Diese ist ein einziger verwilderter Friedhof, berst von 
menschlichen Totenschdeln. Angegriffen werde ich von rotierenden Ypsilons und 
mehreren Selbstschuanlagen, die immer wieder fr kurze Zeit aus dem Boden 
auftauchen und gezielte Salven auf mich abgeben. Diese sollte man, wenn mglich, 
abschieen.

Auch die Horden grauroter Kugeln sind nicht ohne. Sie schieen aus allen 
Rohren und erledigen einen gnadenlos, wenn man ihnen nur die geringste Chance 
gibt. Glcklich darber, bisher unbeschadet davongekommen zu sein, werde ich 
einen Moment lang unachtsam und falle mehreren roten Fieslingen zum Opfer, die 
einmal mehr (warum auch nicht?) von hinten angreifen. Ich geselle mich also 
kurzzeitig zu den toten Kollegen und nehme dann einen neuen Eaglefighter in 
betrieb. Mit diesem kmpfe ich mich allen Gefahren zum Trotz ein ordentliches 
Stck weiter vor, weiche roten Fieslingen aus, erledige nach mir schnappende 
Kiefer und wellenfrmig pulsierende Kampfschiffe und gelange schlielich wieder 
einmal ans Ende einer Area. Der hier Wache schiebende Roboter kommt auf massiven 
Ketten ins Bild gerollt und erffnet das Feuer. Gleich mit dem ersten Schu 
treffe ich seine verwundbare Stelle, das Maul, und habe ihn nach wenigen 
Sekunden beseitigt. Das war einfach! Mein Computer fordert mich freundlich auf, 
die Diskette zu wenden, und schon bin ich in Area 6. Hier bekomme ich es mit 
einer fein suberlich aufgereihten Formation grner Maschinen zu tun, die mich 
jedoch anstandslos passieren lt. Anschlieend wird es jedoch haarig: Mehrere 
unscheinbare Jets, die eine nicht zu leugnende hnlichkeit mit denen aus Level 3 
aufweisen, kommen mir entgegen. Geistesgegenwrtig flchte ich in die Mitte des 
Bildschirms  keine Sekunde zu frh. Schon kommen die ersten Angreifer von 
hinten, knnen mir jedoch nicht viel anhaben, da der berraschungseffekt diesmal 
nicht auf ihrer Seite ist. Kaum habe ich sie hinter mir gelassen, werde ich von 
einer hchst schiewtigen Barriere angegriffen.

 
Spuren einer Zivilisation
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Diese passiere ich am unteren Bildrand und werde sogleich von rotierenden 
Scheiben und Rauten attackiert. Auch hier bleibe ich Sieger, genau wie bei den 
vibrierenden Containern, die mich als nchstes aufzuhalten versuchen. Was dann 
jedoch folgt, trotzt jeglicher Beschreibung: Ein riesiges, bildschirmfllendes 
Raumschiff mit Haifischmaul versperrt mir den Weg. Unablssig Raumschiffe 
spuckend schiebt es sich mir entgegen, so da mir nur noch die Flucht bleibt. 
Ich quetsche mich an den unteren Bildschirmrand (hier scheint mehr Platz zu sein 
als oben) und ziehe frmlich den Kopf ein, whrend das Ungetm ber mich 
hinwegzieht. Aber es soll noch dicker kommen: Um mit dem Schiff nicht doch noch 
zu kollidieren, mu ich in es eindringen! Nachdem ich einige zweibeinige 
Killermaschinen mit einem Powerbeam ausgelscht habe, stehe ich dann vor dem 
Ende des Levels. Ein widerliches grnes Wesen schiet unablssig graue Kugeln 
auf mich ab. Im Schutz meines zum Glck unzerstrbaren Geega-Satelliten schiebe 
ich mich Stck fr Stck in die Schubahn des Monsters und erffne schlielich 
das Feuer auf sein zangenbewehrtes Maul.

Einige Volltreffer spter bin ich in Level 7, ohne auch nur einen einzigen DS-
H75 verloren zu haben! Area 7 ist ein Fusionsreaktor (oder etwas hnliches, 
energiegeladenes). Hier bekomme ich es mit Unmengen von Raumschiffen, 
Zweibeinern, aggressiven Pfeilspitzen und Selbstschuanlagen zu tun. Und auch 
eine neue Angriffstaktik wird mir vorgefhrt: Hier gibt es nicht nur Gegner, die 
von rechts und links ins Bild kommen, es wird auch fleiig von oben und unten 
angegriffen. Davon unbeeindruckt schlage ich mich ohne Rcksicht auf Verluste 
durch den Reaktor und gerate schlielich an statisch montierte Pfeilspitzen, die 
in ihren schwingenden Bewegungen irgendwie an Rhrenaale erinnern. Sie schieen 
allerdings um Klassen prziser als ihre ozeanischen Artgenossen (falls diese 
berhaupt solch aggressive Neigungen entwickeln sollten)  was ich auch sofort 
zu spren bekomme... Mit meinem nchsten Eaglefighter habe ich mehr Glck und 
erreiche nach wilder Ballerei und unzhligen berwundenen Gegnern das Ende der 
Area. Hier erwartet mich ein weiteres Meerestier, eine biomechanische Garnele. 
Wie ihr Kollege leidet auch sie an einer fatalen Schwachstelle, welche sich in 
Augenhhe befindet. Ein paar gezielte Powerbeams, und schon hat sie das 
Zeitliche gesegnet.

Gleich zu Beginn von Area 8, der Bruthhle der genetischen Maschinen, bekomme 
ich es mit zwei Wachrobotern zu tun, die sich von meinen Angriffsbemhungen 
gnzlich unbeeindruckt zeigen. Ausweichen ist jedoch kein Problem. Auch die 
unzhligen Seifen- oder sonstigen Blasen stellen keine groartige Bedrohung dar. 
Eine Kollision mit den klauenbewehrten Wnden der Hhle sollte man vermeiden.

Nachdem ich zwischen zwei von Embryonen bewohnten Brutblasen hindurchgeflogen 
bin, werde ich von kleinen grnen Fischchen angegriffen und mu mich der 
wtenden Attacken einiger Quallen erwehren. Keine Frage, ich befinde mich unter 
Wasser, was mir auch durch eine nun auftauchende Seeschlange besttigt wird. 
Gegen meinen Geega-Satelliten hat diese jedoch keine Chance. Ich erledige noch 
einige rotierende Greifer und werde dann pltzlich wieder von hinten 
angegriffen. Diesmal sind es Scharen von Containern, denen ich jedoch 
glcklicherweise ausweichen kann. Und schon ist es geschafft: Ich stehe 
unbeschadet am Ende der Area und einem pulsierenden Gehirn gegenber. Einige 
Powerbeams ins Nervenzentrum, schon ist die ganze geballte Intelligenz dahin ...

Level 9, die Hauptstadt der Maschinen, prsentiert eine neue Qualitt von 
Gegnern. Die ersten beiden Formationen sind noch relativ einfach auszuschalten. 
Die anschlieend zum Angriff bergehenden Androiden haben es jedoch in sich: Sie 
wuseln aus allen Richtungen kreuz und quer ber den Bildschirm und legen dabei 
eine schier unberwindliche Minenspur. Da hilft nur noch ganz ruhiges Fliegen 
(ohne vertikale Bewegungen), nicht enden wollende Geschosalven und vor allem 
ein Geega-Satellit. Nur mit diesem kann man sich einen ausreichend groen Weg 
durch die Minenfelder bahnen, um auch das eine oder andere Mal einem 
rckwrtigen Angreifer ausweichen zu knnen. Die gemeinste Stelle kommt  wie 
ich mit aller Brutalitt feststellen mu  nach ungefhr zwei Dritteln der 
Strecke. Hier mu man sich zunchst durch einen winzigen Durchgang zwischen zwei 
Gebuden quetschen und steht dann vor einem chromglnzenden Etwas, das einem den 
Weg versperrt. Da hier zwei Androiden den Bereich zwischen den drei genannten 
Gebuden vermint haben, ist ein Ausweichen (was ja vertikale Bewegungen 
erfordern wrde) unmglich.

Ergo: Bumm! Ich besinne mich eines Exemplars aus Urgromutters unendlicher 
Sammlung alter Weisheiten: Wo ein Wille, da ein Weg!, und mache mich mit dem 
nchsten DS-H75 erneut auf die Suche nach selbigem. Zunchst versuche ich, das 
Problem mit Hilfe des Powerbeams zu lsen, es ist jedoch fast unmglich, beide 
Minenleger abzuschieen, bevor sie einem den Weg verbauen knnen. Also erinnere 
ich mich der Anleitung von Katakis, in der von der Mglichkeit berichtet wird, 
den Satelliten durch Drcken der <SPACE>-Taste vom Fighter abzukoppeln. Es 
klappt! Mein Geega lst sich, beginnt unaufhrlich zu schieen und rumt mir den 
Weg frei. Noch mal <SPACE>, und er dockt wieder an. Der Rest der Area ist 
schnell bewltigt, und so stehe ich kurze Zeit spter vor dem Wchter, einer 
zweikpfigen Kombination aus Hai- und Schildkrtenschdel. Die Schwachstelle 
ist, wie so oft, das Maul. Nach einigen Volltreffern ereignet sich eine 
ohrenbetubende Explosion, ich lege den Joystick aus der Hand und lehne mich 
entspannt zurck, um auf Level 10 zu warten. Doch was mssen meine leidgeprften 
Augen sehen? Kehrt doch tatschlich der vermaledeite Schildkrtenkopf ohne den 
explodierten Haischdel auf den Bildschirm zurck und greift erneut an. 
Untersttzt durch einen nahezu tdlichen Adrenalinsto reie ich den Joystick 
wieder an mich, hre aber im selben Moment die nchste Detonation  diesmal war 
es jedoch mein Fighter ... Mit meinem letzten DS-H75 unternehme ich einen 
letzten Versuch (was auch sonst?!) und schaffe es diesmal auch! Der Hai 
explodiert, die wesentlich aggressivere Schildkrte greift an und explodiert 
schlielich auch. Puh, das war knapp.

Area 10 ist eine Hhle voller brodelnder Lavaseen. Die Palette der Angreifer 
erstreckt sich von vibrierenden Raumschiffen ber schieende Blasen bis hin zu 
hektisch mit den Kiefern klappernden Mulern. Nachdem ich einen mit 
Selbstschuanlangen ausgersteten Eingang passiert habe, gelange ich in einen 
Raum, dessen Wnde mit Tausenden von Waben ausgekleidet sind. Hier berwltige 
ich einige Blasen und andere Gegner und explodiere dann kommentarlos. Verdammt, 
schon wieder ein von links angreifender Wchter! Ich werfe also meinen wiederum 
letzten Fighter an und lege erneut los. Diesmal weiche ich dem vermeintlichen 
Wchter, einem recht unfrmigen Raumschiff, nach oben aus und lasse ihn 
vorbeiziehen. Es ist mir zwar peinlich, diesen Irrtum einzugestehen, aber es war 
gar kein Wchter. Das Spiel geht weiter, ich erledige noch einige harmlosere 
Gestalten und stehe dann in einem groen, leeren Raum. Aus Erfahrung schlau 
geworden, hefte ich mich an den oberen Bildrand, mu jedoch feststellen, da 
dies nicht ntig gewesen wre. Es blitzt, und vor mir steht ein 
menschenhnliches Chromgeschpf mit Fuchsschdel.

Ich erffne das Feuer und  bin im nchsten Moment explodiert. Feierabend, 
Tsch, Schlu, aus. Ich mag nicht mehr ... Halb im Delirium kmpfe ich mich 
dennoch durch die ersten neun Areas und stehe ein halbes Jahrhundert (oder waren 
es nur vier Stunden?) spter wieder vor dem Chromgeschpf. Auch diesmal lebe ich 
nicht lnger als ein paar Sekunden, habe aber immerhin genug Zeit, um 
festzustellen, da es mit der Hand schiet und dabei nur einen gewissen 
Aktionsradius hat. Beim nchsten Versuch begebe ich mich also in seinen toten 
Winkel (direkt vor seiner Nase) und schiee, bis der Powerbeamer hei luft.

Level 11 spielt in einer vereisten Hhle. Boden und Decke sind mit unzhligen 
Kristallen berst, pulsierende Kristalle blockieren den Weg. Die Maschinenarmee 
besteht aus den verschiedensten Pfeilspitzen, Kugeln, Raumschiffen und 
Zweibeinern, die jedoch allesamt recht friedlich sind. Ohne grere 
Anstrengungen gelange ich ans Ende der Area. Hier erwartet mich ein aus allen 
Rohren feuernder Roboter. Gerade will ich die erste Salve auf ihn abgeben, als 
an Bord meines DS-H75 ein undefinierbarer Warnton aufheult.

Ich ignoriere diesen zunchst, werde dann jedoch langsam stutzig, da er gar 
nicht aus meinem Monitor zu kommen scheint. Ich hab's, das Telefon lutet! 
Fighter..., h Fichtner... Hallo, hier is' die Brbel, meldet sich meine CvD 
(Chefin vom Dienst) am anderen Ende. Du, Sam, wo bleibt'n der Longplay-Artikel? 
Der is' nmlich lngst berfllig. Kommt gleich!, keuche ich in den Hrer, 
lasse ihn fallen, greife wieder zum Joystick und  kann nur noch die Explosion 
meines Eaglefighters zur Kenntnis nehmen. Brbellllll ... so wird der 
Artikel nie fertig ... Area 12 ist die Basis der biomechanischen Herrscher. 
Grafisch ist sie ohne Zweifel den Werken von H. R. Giger nachempfunden, die 
Umsetzung ist hervorragend gelungen. Um es gleich vorwegzunehmen: Hier schiet 
alles! Gleich zu Beginn des Levels hat man nur dann eine reelle 
berlebenschance, wenn es einem gelingt, einen Schutzschirm in Form einer blauen 
Kugel zu ergattern.

Dies gelingt mir beim zweiten Versuch, und so dringe ich tiefer in die Area ein. 
Vorbei an spitzen Klauen, grinsenden Alienfratzen und unzhligen Alieneiern, die 
sich ffnen und dann sehr gezielte Salven abfeuern, kmpfe ich mich durch enge 
Gnge, die von unheimlichen Skelettstrukturen begrenzt werden. Hier werden 
Alptrume geboren ... Nach dem Verlust mehrerer Leben, Nerven und Stunden (von 
den beiden Neustarts will ich hier gar nicht reden) stehe ich dann endlich vor 
ihr, der Knigin der biomechanischen Aliens. Mit weit aufgerissenen Kiefern 
erwartet sie mich und lt ihre geballte Feuerkraft spielen. Ich schiebe mich 
vorsichtig in ihre Schulinie (der Satellit verhindert mein sofortiges Ableben) 
und erffne meinerseits das Feuer auf ihr Maul. Von Zeit zu Zeit zuckt sie 
nervs mit dem Kopf oder schiebt ihren Innenkiefer hervor, um ber noch hhere 
Schufrequenzen zu verfgen.

Aber das alles hilft ihr nicht mehr viel. Nach Dutzenden von Powerbeams mu sie 
sich schlielich geschlagen geben. Drei ... Zwei ... Eins ... Null ... 
Geschafft! Yeah! Yippy! Ich bin der Knig! Mit einem tiefen Seufzer lege ich den 
Joystick endgltig aus der Hand, lehne mich zurck, genehmige mir einen Schluck 
Cola und warte, was nun wohl passieren wird. Mein Computer ldt kurz und zeigt 
mir dann ein gigantisches Schluszenario. Aus der Basis der biomechanischen 
Mutanten entweicht ein blaues Raumschiff (Aliens auf der Flucht...), kurze Zeit 
spter erhellt die gigantischste aller Detonationen, die die Menschheit seit dem 
Urknall je erlebt hat, das Universum. Nie wieder Herrschaft der Maschinen!

 

(64'er-Longplay 7/1989; Autor: Matthias Fichtner) 
